Teilbereiche der Soziologie

Die soziologische Untersuchung der Gesellschaft ist innerhalb der Disziplin Soziologie nach bestimmten Themen unterteilt. Diese Themen werden als spezielle Soziologien oder soziologische Teilbereiche bezeichnet. Beim Klick auf einen soziologischen Teilbereich in der folgenden Übersicht gelangen Sie zu einer Kurzbeschreibung.

Die Kurzbeschreibungen zu den soziologischen Teilbereichen basieren auf aktueller soziologischer Literatur. Zur besseren Lesbarkeit wurde in den Texten auf Zitate und Literaturangaben verzichtet. Am Ende dieser Seite finden Sie ein nach den soziologischen Teilbereichen gruppiertes Literaturverzeichnis mit Angabe der für den entsprechenden Text verwendeten Literaturangaben.

Arbeits-, Berufs- und Professionssoziologie 1

Die Arbeitssoziologie beschäftigt sich mit den Inhalten und Formen von Arbeit als einer der wichtigsten Ausprägungen menschlicher Tätigkeiten, und mit ihren gesellschaftlichen Bedingungen, die nicht nur sozialer, sondern auch technischer, ökonomischer und politischer Art sind. Diese Soziologie ist dahingehend relevant, weil sie nicht nur beschreibt, wie Maschinen, Technik und Menschen während der Arbeit funktionieren, sondern wie eine arbeitsteilige Herstellung von Gütern und Dienstleistungen sich entwickelt. Desweiteren beschäftigt sich diese Soziologie mit den Entwicklungstendenzen der arbeitsteiligen Gesellschaft. Außerdem stehen auch Klassen-, Schicht- und Milieustrukturen im Mittelpunkt, zu denen sich die arbeitenden Individuen gehören. Entwicklungen, wie zum Beispiel der Anstieg der Frauenarbeit im 20. Jahrhundert und die Veränderung von körperlicher Arbeit zu Dienstleistungen werden ebenfalls untersucht. Mit Bezug zu Arbeit wird in der Soziologie auch untersucht, wie sich besondere Berufe und Professionen herausbilden.

Ein traditionelles Forschungsfeld ist die Arbeits- und Industriesoziologie, welche sich mit Arbeit und mit Arbeitsbeziehungen innerhalb von Betrieben beschäftigt. Ein bis heute zentrales Thema ist beispielsweise die Bedeutung des Nebeneinanders von formalen und informellen Strukturen der Organisationen. Auch ökonomische Themen, wie Inflation, Deflation, Arbeitslosigkeit, Arbeitszeit, Löhne usw. stehen im Interesse dieser Soziologie.

Ein weiteres Forschungsfeld ist die Professionssoziologie. Für bestimmte Berufsgruppen wird wegen ihres besonderen Status bei Ausbildung, Berufsausübung und Expertenwissen der Begriff Profession verwendet, z. B Ärztinnen und Ärzte, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer oder Richterinnen und Richter. Professionen werden als wichtiger Bestandteil moderner Gesellschaften aufgefasst, da Angehörige von Professionen durch ihr systematisches Wissen über die Welt und das Sozialleben wesentliche Bereiche der Gesellschaft wie Recht, Gesundheit und Bildung prägen. Die Professionssoziologie untersucht, wie z. B. Professorinnen und Professoren Einfluss auf die Universitäten nehmen und anders herum. Des Weiteren ist das Verhältnis von Professionen zu anderen Berufen und wechselseitige Auswirkungen Gegenstand von Untersuchungen. (Sebastian Tieke)


Schlagworte: Arbeit, Hochschule, Beruf, Arbeitsteilung, Ausbildung

Bevölkerungs- und Migrationssoziologie (einschl. ethnische Minderheiten, Demographie) 2

Die Bevölkerungssoziologie untersucht zur Feststellung der Demographie die Geburtenzahlen (Fertilität), Sterbefällen (Mortalität) und Wanderungen (Migration), also als Soziologie vom Werden, Leben und Vergehen der Bevölkerung. Genauer bedeutet es, dass die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Wandel und die Veränderung der Bevölkerungsentwicklung (Bevölkerungswachstum/ Bevölkerungsrückgang) betrachtet werden, oder beispielsweise welche Faktoren die Lebenserwartung und Alterung einer Gesellschaft beeinflussen? Dafür sind nicht nur statistische Analysen erforderlich, sondern auch die makrosoziologische Betrachtung der Strukturen, z. B. der Familienstruktur (Familienstand: Scheidungen, Heirat, Lebensformen, Paarmodelle) oder Geschlechts- und Altersverteilungen in der Bevölkerung, ethnische Zugehörigkeiten und Wohnregionen, ebenso auch die mikrosoziologische Betrachtung der Interaktionen zwischen Individuen und Gruppen. Um Veränderungen passend zu beschreiben und zu erklären, werden zu den gesellschaftlichen Aspekten auch ökonomische (z. B. Einkommensverhältnisse), medizinische, politische und psychologische Aspekte mit einbezogen.

Ziele soziologischer Demographie-Forschung sind möglichst exakte Analysen der nationalen und internationalen Veränderungsprozesse der Bevölkerungen zu erstellen, um notwendige Erkenntnisse zu den gesellschaftlichen und globalen Problemen von Bevölkerungsrückgang oder Bevölkerungszuwachs zu liefern. Durch soziologische Theorien und Analyseverfahren werden die Hauptmerkmale einer Veränderung der Bevölkerung erklärt. Beispielsweise durch die Faktoren Bildungsaufschwung, die Möglichkeit der Individualisierung und die Marktwirtschaft (Einkommensmöglichkeiten). Auch Phänomene des sozialen Vergleichs und Wettbewerbs innerhalb von Interaktionsgruppen und -individuen, sowie Lebensstile fließen in der Analyse mit ein.

Die Soziologie beschäftigt sich mit den Migrationsbewegungen, um zu erfahren welche Voraussetzungen, Formen und Folgewirkungen der internationale Wanderungsprozess hat. Die soziologische Analyse betrachtet die internationale Migration, zum einen als einmalige dauerhafte Wohnsitzänderung (Ergebnis des Wohnortwechsels), und zum anderen als dauernde Wohnsitzänderung (Prozess des Wohnortwechsels/Wanderungsprozess). Unter internationale Arbeitsmigration (Wanderungsprozess) fallen sowohl hochqualifizierte Ingenieure oder Manager, als auch beispielsweise Krankenschwestern ohne gültige Papiere, die in anderen Ländern ältere Menschen pflegen. Unter Flüchtlingsmigration fallen Individuen, die durch Kriege, Verfolgung und Naturkatastrophen den Wanderungsprozess durchleben. Die Analyse der individuellen rechtlichen Ansprüche ist ebenfalls von Bedeutung.

Zentrale Forschungsziele der Migrationssoziologie beinhalten folgende Fragen: Unter welchen Bedingungen wandern Menschen aus? Welche Faktoren lösen internationale Migration aus? Welche Ergebnisse und Wirkungen haben internationale Migrationsprozesse in Herkunfts-, Ankunfts- und Drittregionen? Der Wanderungsprozess wird unter Berücksichtigung der politischen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Aspekte der internationalen Gesellschaften analysiert. Soziologische Untersuchungen haben ergeben, dass nicht hauptsächlich die ärmsten eines Landes auswandern, sondern eher deren Mittelschichten den Wanderungsprozess durchlaufen. Weiterhin werden Migrationsnetzwerke untersucht, sowie die Differenzierung zwischen Nah- und Fernwanderung, saisonaler und dauerhafter Migration, individueller und Gruppenwanderung, und Siedlungs- Arbeits- und Fluchtmigration. (Desiree Beit-Yaghoub)


Schlagworte: Geburt, Tod, Wanderung, Flucht

Bildungs- und Erziehungssoziologie 3

Die Bildungs- und Erziehungssoziologie ist kein eindeutig abgegrenzter soziologischer Teilbereich, sondern weist Überschneidungen mit anderen Teilbereichen, z. B. der Kultursoziologie und der Soziologie der Familie, der Lebensalters und des Lebenslaufs auf. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Bildungsinstitutionen wie dem Kindergarten, der Schule und der Hochschule. Eine zentrale Fragestellungen ist beispielsweise Bildung und soziale Ungleichheit, darunter fällt z. B. die international vergleichende PISA-Studie und die dazugehörige Frage, ob gesellschaftlich organisierte Bildung und damit über Schule und Hochschule die gesellschaftlichen Strukturen der Ungleichheit reproduziert werden oder aufgebrochen werden können. Weiterhin beschäftigt sich die Bildungs- und Erziehungssoziologie mit Fragestellungen wie der sozialen Ungleichheit bedingt durch Herkunft oder Geschlecht.

In Europa wird der Soziologe Emile Durkheim als einer der entscheidenden Gründer der Bildungs- und Erziehungssoziologie angesehen. Er war selbst zeitweise als Lehrer tätig. Eine seiner Kernthesen ist beispielsweise, dass die Erziehung die Wirkung ist, die die Erwachsenen auf diejenigen ausüben, die für das soziale Leben noch nicht reif sind. Die Erziehung hat das Ziel, physische, intellektuelle und moralische Zustände beim Kind zu verfestigen, die es für die politische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit sowie für seinen individuellen Werdegang benötigt. Die Bildungs- und Erziehungssoziologie wird auch geprägt durch andere Disziplinen wie Psychologie, Politologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Linguistik, Sozialisationsforschung und besonders durch die Erziehungswissenschaften. (Maria Kuznetsova)


Schlagworte: Bildung, Erziehung, Sozialisation, Schule, Hochschule

Entwicklungssoziologie und Sozialanthropologie 4

Von den Anfängen der Soziologie um die Wende zum 20. Jahrhundert bis weit in das 20. Jahrhundert hinein lag das Interesse der Entwicklungssoziologie auf der Entstehung der modernen Industriegesellschaften. Heute liegt das Augenmerk eher auf dem Globalisierungsfortschritt, aber auch auf der Entwicklung der Dritte-Welt-Länder. Die Entwicklungssoziologie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Gesellschaften und Gemeinschaften.

Die Entwicklungssoziologie gliedert sich in drei Kernbereiche. Erstens beschäftigt sich diese Soziologie mit der Makro- und Mikroanalyse nichteuropäischer Gesellschaften, die meist der Gruppe der Entwicklungsländer zugeordnet werden können. Zweitens betrachtet diese Soziologie auch den gesellschaftlichen Wandel dieser Länder. Drittens ist die Entwicklungssoziologie eng verknüpft mit Wirtschaftspolitik, Umweltpolitik und internationaler Sicherheitspolitik, da entwicklungspolitische Ziele, sowie das Agieren verschiedener internationale Organisationen mit in den Fokus aufgenommen werden, um Einfluss, Erfolge bzw. Misserfolge deren Politik zu untersuchen. Folglich beschäftigt sich die Entwicklungssoziologie mit dem Wandel innerhalb von Entwicklungsländern und auch mit dem wirtschaftlichen Wachstum dieser Volkswirtschaften.

Ähnlich wie bei der Entwicklungssoziologie lag bei der Sozialanthropologie früher der Fokus auf Ländern, die nicht zu den Industriegesellschaften gezählt wurden. Heutzutage liegt der Fokus eher auf dem Zusammenleben innerhalb der globalisierten Welt und Migrantenströmungen, sowie der daraus resultierenden Prozesse, wie z. B. kultureller Abgrenzung. Die Sozialanthropologie beschäftigt sich mit den Formen des Zusammenlebens der Menschen an verschiedenen Orten, im Zeitverlauf, aber auch zu bestimmten Zeitenpunkten, z. B. in Zusammenhang mit einem besonderen Ereignis wie einer UN-Mission. (Sebastian Tieke)


Schlagworte: Entwicklungsländer und -politik, Globalisierung, Agrar- und Industriegesellschaften

Geschlechtersoziologie 5

In der Soziologie wird die Unterscheidung der Geschlechter als ein gesellschaftliches Ordnungsmerkmal untersucht, z. B. in den verschiedenen sozialen Feldern, wie im Beruf (typische Frauenberufe, Männerberufe), oder der Unterscheidung von Hausarbeit und Erwerbsarbeit. So unterscheiden sich auch die Erwartungen, wenn es um Handlungen und Kompetenzen geht. Gesellschaftliche Ordnungsmerkmale bedeutet die Konstruktion der Geschlechterrollen in der sozialen Realität, und wie sie im Alltag gelebt und verändert werden. Soziologinnen und Soziologen untersuchen dabei die Chancen an der Gesellschaft teilzuhaben und die soziale Ungleichheit durch das Geschlecht. So spielen nicht nur Männerdominanz eine Rolle, sondern auch interne Rangordnungen unter Männern und unter Frauen, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung und soziale Schicht bei der Positionierung von Geschlechtern.

Einerseits werden die Strukturen geschlechtlicher Ungleichheit untersucht, z. B. in Familienstrukturen, Organisationsstrukturen und wie sie auf einzelne Personen wirken. Andererseits wird die Interaktion einzelner Personen untersucht, wie sie kooperieren, kommunizieren und dadurch ihr Geschlechterverhältnis schaffen (doing gender).

Ziele soziologischer Forschung sind die Analyse von Geschlecht im sozialen Umfeld, z. B. das Verhältnis von Geschlecht und unsichere Beschäftigung (Arbeit), Karrierechancen von Frauen (Organisation), flexible Geschlechterarrangements durch Elternzeitgesetz (Politik), Körperkonzepte und Körperstrategien (Körper), Gewalt als Männlichkeitskonzept (Gewalt/polizeiliche Kriminalstatistik) und Geschlecht und Gesundheit (Frauen- und Männergesundheit). (Desiree Beit-Yaghoub)


Schlagworte: Frau, Mann, Körper, doing gender

Kultursoziologie 6

Die Kultursoziologie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Kultur und sozialer Struktur einer Gesellschaft, und somit auch dem Verhältnis zwischen einer Gesellschaft und ihrer Kultur. Kein Gegenstand in der Gesellschaft ist von der Kultursoziologie ausgeschlossen. Daher lässt sich kein bestimmter Untersuchungsgegenstand eingrenzen, denn der Kultursoziologie sind keine Grenzen gesetzt. Untersuchungen der Kultursoziologie fokussieren z. B. auf Literatur, Kunst und Musik.

Das Ziel der Kultursoziologie ist es, Gesellschaften in allen Bereichen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Auffälligkeiten heraus zu arbeiten. Zudem wird das Ziel verfolgt, das Kulturelle mit dem Sozialen zu verbinden und diese nicht als zwei getrennte Gegenstände zu betrachten.

Einer der wichtigsten Vertreter der Kultursoziologie ist Pierre Bourdieu. In seinen Werken erforscht er die unterschiedlichsten Bereiche kultureller Einflüsse und Effekte und stellt die Theorie des sozialen Habitus auf, der das Leben bestimmt und die Verhaltensweisen eines Menschen prägt. Der Habitus eines Menschen oder einer Klasse, Schicht etc. wird zum Beispiel in der Erziehung ausgeprägt, wobei erziehende Personen bestimmte Verhaltensweisen übertragen, die sich die zu erziehende Person aneignet, z. B. eine bestimmte Art zu Sprechen und der Kunstgeschmack. Die übertragenen Verhaltensweisen, die die erziehenden Personen weitergeben sind bestimmt durch deren Habitus. Der Habitus ist nach Bourdieu eine zweite Natur eines Menschen: der Habitus ist kulturell vorgeprägt durch die Gemeinschaft und Gesellschaft, wodurch der Mensch wiederum ein kulturell vorgeprägtes Wesen ist. Der Habitus bietet einen Untersuchungsansatz, mit dem Unterschiede in allen Lebensbereichen eines Menschen und auch Unterschiede von Gesellschaften festgestellt werden können. (Johanna Meemann)


Schlagworte: Kultur, Kunst, Literatur, Musik, Habitus

Medien- und Kommunikationssoziologie 7

Im Allgemeinen erforscht die Medien- und Kommunikationssoziologie die Wechselwirkung von Medien und Gesellschaft. Das heißt, sie erforscht wie die (Massen-) Medien, wie zum Beispiel Zeitung, Fernsehen, Internet, etc., auf die Gesellschaft Einfluss nehmen und im Gegenzug, wie die Gesellschaft auf die Medien Einfluss nimmt.

Die Gesellschaft ist mit dem Vorkommen der Massenmedien und der Massenkommunikation stark verflochten, aus diesem Grund werden die Medien als eigenständig gesellschaftliche Einrichtung analysiert. Die Medien liefern aber auch selbst Beschreibungen von Gesellschaft, die mit gesellschaftswissenschaftlichen Diagnosen konkurrieren. Verschiedenste Theorien wurden entwickelt, wie zum Beispiel von Marshall McLuhan, der sagt, dass das Medium die Botschaft ist, d. h., dass die Medien Informationen und Botschaften an die Gesellschaft verbreiten.

Ziel der Medien- und Kommunikationssoziologie ist es, gesellschaftliche Phänomene, die aus dem Existieren der vorhandenen (Massen-) Medien hervorgehen, zu erklären. Eines dieser gesellschaftlichen Erscheinungen ist zum Beispiel die Mediennutzung und somit auch das Interesse an Medienangeboten, wie Radio, Zeitung, Fernsehen und Internet. Die Erforschung des Interesses der Mediennutzerinnen und -nutzer hat einen besonderen Stellenwert in Untersuchungen. (Nicole Kornke)


Schlagworte: Kommunikation, Information, Massenmedien, Zeitung, Internet, Fernsehen

Medizin- und Gesundheitssoziologie 8

Die Medizin- und Gesundheitssoziologie nimmt als interdisziplinärer Ansatz die Wechselwirkungen zwischen Medizin und Gesellschaft in den Fokus. Der Schwerpunkt der Gesundheitssoziologie ist die Analyse der gesellschaftlichen Ursachen, Hintergründe und Kontexte von Gesundheit und Krankheit. Sie will also die Beziehung zwischen Gesundheit und Krankheit und die Strukturen und Funktionen des gesamten Gesundheits- und Krankheitsversorgungssystems (z.B. Impfungen oder die AIDS Epidemie) analysieren.

Themen dieser Soziologie sind Beispielsweise die Organisationsstruktur des Gesundheitswesens, das Verhalten von Erkrankten (Hilfesuchen und sich helfen lassen im Sinne der Übernahme der Kranken- bzw. Patientenrolle) und der Prozess der Krankheitsbewältigung von Patienten und Angehörigen.

Die Gesundheits- und Medizinsoziologie interessiert sich für die gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen von Krankheiten und den Strukturen und Funktionen des Krankenversorgungssystems. Es werden also die Einflüsse bzw. Auswirkungen gesellschaftlicher Verhältnisse (z.B. Armut, Arbeitsbedingungen) Riten und Praktiken (z.B. Drogen- und Genussmittelkonsum, Körperkulte) auf Entstehung, Verlauf und Behandlung von Krankheiten untersucht. Innerhalb der humanmedizinischen Ausbildung an Universitäten in Deutschland ist sie unter der Bezeichnung Medizinische Soziologie ein Pflichtfach. (Julian Heyde)


Schlagworte: Krankheit, Gesundheit, Medizin, Gesundheitswesen, Krankenversorgung

Organisationssoziologie 9

Die Untersuchungsfelder der Organisationssoziologie als Teilbereich der Soziologie sind Einrichtungen, die als Organisationen deklariert sind. Als Beispiele lassen sich hier Unternehmen, Universitäten, aber auch Krankenhäuser nennen. Im Besonderen fragt die Organisationssoziologie danach, wie solche Einrichtungen strukturiert, das heißt aufgebaut sind, in welchem Verhältnis sie zur Gesellschaft stehen und welche Funktionen sie haben.

Ein gängiges Problem der Forschung über Organisationen ist, dass die Thematik aufgrund ihrer gesellschaftlichen Relevanz von anderen Teilgebieten der Soziologie, aber auch von der Soziologie ähnlichen Fächern behandelt wird. Zudem gibt es viele Möglichkeiten sich Organisationen theoretisch zu nähern. Um eine von vielen Annäherungsmöglichkeiten zu nennen, sei auf die Systemtheorie Niklas Luhmanns verwiesen. Nach dieser ist eine Organisation ein soziales System. Für dieses System spielen besonders die Aspekte der Mitgliedschaft und der Entscheidungen, die innerhalb der Organisation getroffen werden eine Rolle. Des Weiteren geht die Systemtheorie den Fragen nach wie sich eine Organisation bildet und reproduziert, das heißt am Leben erhält. Die Aspekte der Mitgliedschaft und der Entscheidungen als Beispieluntersuchungsfelder der Organisationssoziologie, weisen darauf hin, dass bereits die Frage, ob eine Person Mitglied einer Organisation werden will mit einer Entscheidung verbunden ist. Genauso müssen innerhalb des Organisationsalltags ständig Entscheidungen getroffen werden, wobei Strukturen wie zum Beispiel wer mit wem sprechen muss, bevor es zu einer Entscheidung kommen darf, das ganze Entscheidungswirrwarr übersichtlicher machen.

Die Systemtheorie ist aber nur ein möglicher Ansatz Organisationen zu beleuchten und ihre Strukturen aufzudecken. Es gibt noch sehr viel mehr Aspekte als Entscheidungen auf die sich Organisationen hin untersuchen lassen können, wobei gerade die Frage danach, in welches Verhältnis sich Organisationen zur Gesellschaft stellen, eine besonders wichtige Frage Organisationssoziologie ist. Ein gegenwärtiges Beispiel für den Strukturwandel in Unternehmen ist die Debatte um Frauen in Führungspositionen. (Nina Goßmann)


Schlagwörter: Struktur; Mitgliedschaft; Entscheidung

Rechtssoziologie 10

Das Recht ist eine wirkungsvolle Ordnung einer Gesellschaft und beeinflusst alle sozialen Zusammenhänge. Es regelt und formt die sozialen Rollen, sichert Erwartungen, bietet soziale Chancen und ändert sich mit Gesellschaftsentwicklungen. Nach Max Weber gründet jede rechtsbasierte Herrschaft auf Anerkennung (Stichwort: Legitimation), d. h. sie strebt nach Anerkennung und verlässt sich nicht auf materielle Anreize oder Gewaltanwendung. Georg Herbert Mead stellte fest: „Wir respektieren nicht abstrakt das Gesetz, sondern die Werte, die die Gesetze der Gemeinschaft bewahren“, d. h. jemand der gegen das Gesetz verstößt (z. B. bei Mord oder Vergewaltigung) erzeugt eine Gruppenverbundenheit derer, die Vergeltung für den Verstoß wollen. Luhmann wiederum entdeckt, dass Armut weite Teile der Weltbevölkerung vom Rechtssystem exkludiert.

Rechtssoziologische Fragestellungen beschäftigen sich z. B. mit Rechtsverfahren, Gerichtsmanagement, Geschlechterverhältnisse im Gericht, die Bereitschaft der Anwälte Vergleiche zu schließen, der Zugang zu Recht von finanziell und sozial benachteiligten Personen, internationales Recht und Einfluss von Aussehen (z. B. attraktive Frauen) und Status auf die gesellschaftliche Wahrnehmung im Gericht. Zusammenfassend behandelt Rechtssoziologie das Verhältnis von Gesellschaft und Recht und das darin zum Ausdruck kommende Gesellschaftsbild oder den damit verbundenen Gesellschaftswandel. (Desiree Beit-Yaghoub)


Schlagworte: Gesetz, Gericht, Verfahren, Legitimation

Religionssoziologie 11

Die Religionssoziologie versteht sich als interdisziplinär angelegte, eigenständige Theorie- und Forschungsrichtung innerhalb der Soziologie.

Religionssoziologinnen und -soziologen betrachten in ihrer Forschung sowohl die Religion als Institution, das heißt, die Religion als System gemeinsamer Werte, Normen und ihren Ausprägungen durch z.B. Kleidung, Rituale, Kunst und Musik, als auch die Religion als Religiosität. Die Religiosität untersucht vor allem die subjektive und individuelle Wahrnehmung und das Ausleben der Religion.

Die sozialen Aspekte und die Auswirkungen der Religion mit ihrer politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Bedeutung stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung. Dies bedeutet unter anderem die Darstellung und Erfassung unterschiedlichster Glaubensrichtungen unter Einbezug der Ursachen und Entstehungszusammenhänge von diesen, aber auch eine Analyse des Verhältnisses verschiedener Glaubensüberzeugungen untereinander oder die Bedeutung der Religion in der Gesellschaft, also für die Kultur, Ökonomie oder insgesamt für das Zusammenleben der Menschen. Gegenwärtige Forschung beschäftigt sich auch mit dem Transformationsprozess von Religion und Religiosität, der zum Beispiel durch die zunehmende Technisierung, Modernisierung, aber auch durch die Individualisierung von Religiosität vorangetrieben wird. Religionssoziologinnen und -soziologen beschäftigen sich im Zusammenhang mit Religion auch mit aktuellen politischen Aspekten, wie dem Konfliktpotential durch sogenannte religiöse Fundamentalisten. (Maike Tödtloff)


Schlagworte: Religion, Religiosität, Glaubensrichtungen

Soziologie der Familie, der Lebensalter und des Lebenslaufs 12

Zum Teilbereich Soziologie der Familie, der Lebensalter und des Lebenslaufs gehören mehrere Themen der Soziologie, die da wären: Bevölkerungssoziologie, Familiensoziologie, Soziologie der Generationen, Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit, Soziologie des Sterbens und des Todes und Soziologie der Sozialisation.

Schon die kleinsten Individuen unserer Gesellschaft, die Kinder, stehen im Fokus dieser Soziologie, denn es soll erforscht werden, wie Kinder innerhalb ihres Entwicklungsprozesses zu gesellschaftlichen Akteuren werden. Wenn Kinder zu Jugendlichen heranwachsen, kommt hinzu, dass die Soziologie herausfinden möchte, wie sich junge Erwachsenen verhalten, wie ihre Einstellungen, Ansichten und Werte sind und außerdem, wie diese Akteure mit der Gesellschaft kommunizieren und mit ihr interagieren. Die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ist der Dreh- und Angelpunkt der Sozialisation junger Menschen, wobei insbesondere die Bildungs-und Entwicklungschancen von jungen Menschen untersucht werden.

Das Thema des Aufwachsens zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Teilbereich der Soziologie, da auch Heiraten und Familiengründungen untersucht werden, samt der Geburt von Individuen. Kurz gesagt befasst sich diese Soziologie mit den elementarsten Ereignissen eines Menschenlebens: Geburt, Aufwachsen, Heirat, Familiengründung, Altern und Tod. Der Tod ist in der Hinsicht für die Soziologie interessant, inwieweit verschiedene Kulturen mit dem Tod umgehen und wie die Belastung in Form von Geld, Recht und postmortalem Umgang in der Gesellschaft gelebt wird. Ereignisse wie Tod und Geburt verändern die Demographie. Demographische Veränderungen wiederum haben großen Einfluss auf die Strukturen einer Gesellschaft. Dabei werden auch Unterschiede zwischen den Generationen sichtbar, denn gesellschaftliche Strukturen verändern sich durch die Akteure. (Sebastian Tieke)


Schlagworte: Familie, Generationen, Jugend, Kindheit, Alter, Tod, Sozialisation

Soziologie des Körpers, des Sports und der Freizeit 13

Die Annahme, dass der Körper nicht nur eine natürliche Form des Lebens ist, sondern hergestellt, verändert und manipuliert werden kann, ist ein grundlegender Gedanke in der Soziologie des Körpers. Die Soziologie des Körpers ist kein eigenständiges Teilgebiet der Soziologie, sondern findet sich in verschiedenen Bereichen der Soziologie wieder, in denen der Körper im Mittelpunkt steht, wie beispielsweise im Sport, der Medizin oder in der Geschlechterforschung.

Die Leitfragen der Soziologie des Körpers sind vorrangig folgende: Welche Rolle spielt der Körper für individuelle und kollektive Identitäten? Welcher Stellenwert kommt den Körpern in Handlungen und Interaktionen für die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung zu? Und: Welche Bedeutung hat der Körper in der modernen Gesellschaft? Diese Fragen werden beispielsweise im Hinblick auf das Phänomen des Körperkults, wie Tattoos und Piercings und Schlankheitswahn, analysiert. Der Körper wird hierbei unter vier verschiedenen Dimensionen betrachtet. Zum einen als Instrument und Produkt des sozialen Handelns, als Repräsentant sozialer Ordnung, als Medium der Selbstpositionierung und als ausschlaggebendes Argument für soziale In- und Exklusion.

Ein Beispiel für die Analyse des Körpers ist die Sportsoziologie. Die Sportsoziologie erforscht drei miteinander verbundene Ebenen: Interaktion, Organisation und Gesellschaft. Auf der Ebene der Interaktion stehen die Beziehungen und das damit verbundene Handeln der Akteure im Zentrum der Betrachtungen. Analysiert wird hier z. B. das Verhalten von Profimannschaften im Fußball, die sich im Spannungsfeld zwischen Kooperation und Konkurrenz bewegen, aber auch das Handeln von Fußballfans, die sich passiv an Sport beteiligen. Auf der Organisationsebene stehen Sportvereine oder -verbände, Leistungszentren, aber auch immer mehr Fitnessstudios und der Sport im Gesundheitssystem im Fokus.

Sowohl der aktive, als auch der passive Sport sind Untersuchungsgegenstand in einem weiteren Teilbereich der Soziologie: in der Soziologie der Freizeit. Dieser relativ junge Teilbereich umfasst unter anderem die Abgrenzung zwischen der Erwerbstätigkeit und der Freizeitgestaltung, da die Freizeit zu einem wesentlichen Bestandteil der modernen Gesellschaft geworden ist. Freizeit wird sowohl als positiver als auch als negativer Teil des Lebens aufgefasst. Negative Auswirkungen von Freizeit werden beispielsweise in dem Zusammenhang mit der Entstehung gesellschaftlicher Probleme durch Langeweile oder sinnlose Tätigkeiten untersucht, z.B. bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. (Maike Tödtloff)


Schlagworte: Sport, Freizeit, Körper, Körperkult, Sportverbände

Soziologie der Politik 14

Die Soziologie der Politik ist die Soziologie des politischen Handelns und seiner institutionellen Formen oder im Allgemeinen politische Phänomene. Grundlegend dafür ist die Untersuchung, wie vielfältig Politik und Staat in die Gesellschaft und ihre Lebenszusammenhänge eingebunden sind. Das heißt, dass sie die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten von zum Beispiel auf der einen Seite Herrschaftssystemen, Weltanschauungen, Ideologien und auf der anderen Seite Macht und Entscheidungsprozessen untersucht werden. Ein großes Problem dabei stellen die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen des politischen und staatlichen Handelns dar.

Speziell auf diese gesellschaftlichen Voraussetzungen richtet sich untere anderem die Soziologie der Sozialpolitik. Diese erforscht, wie sich durch geeignete Entscheidungen und Handlungen soziale Fairness und Chancengleichheit verwirklichen lassen, sowie die Gewährleistung von sozialer Sicherheit und wie soziale Härtefälle, z. B. durch Kindergeld oder Altersrente, vermieden werden können. Kern der soziologischen Untersuchungen ist, wie Sozialpolitik in der modernen Gesellschaft für den Schutz des sozialen Friedens und der gesellschaftlichen Stabilität wirkt.

Eine weitere Soziologie, die sich mit in den Bereich der Soziologie der Politik einbinden lässt ist die Militärsoziologie. Während des zweiten Weltkrieges wurde diese Soziologie von amerikanischen Forschern ins Leben gerufen. Nun erstrecken sich ihre Themengebiete von der Erforschung des Kampfverhaltens, der sozialen Integration von Soldaten, der Subjekte im Militär, bis zur Beziehung von Militär und Gesellschaft.(Nicole Kornke)


Schlagworte: Staat, Herrschaft, Sozialstaat, Akteure, Krieg

Stadt-, Regional- und Raumsoziologie 15

Die Verstädterung hat das Zusammenleben verändert in Bezug auf Arbeit, soziale Milieus, Lebensbedingungen, Lebensart und Ethnien. In Städten- und Räumen entstehen Identifikationsmöglichkeiten, Anerkennungs- und Ausgrenzungsmöglichkeiten, die auch in den Alltagsinteraktionen eine wichtige Rolle spielen. So wird in der Organisation von Raum z. B. Macht ausgehandelt (z. B. Isolierung von bestimmten Gruppen in bestimmten Stadtteilen).

Bedeutende Beiträge hat Georg Simmel bereits 1903 geliefert in seinen Werken Soziologie des Raumes und Der Raum und die räumliche Ordnung der Gesellschaft. Er betont die Veränderung des Individualverhaltens in der Stadt gegenüber dem Leben auf dem Lande. In der Stadt können z. B. die vielen Eindrücke nicht von Individuen bearbeitet werden, woraus Abstumpfung und Anonymität resultieren können. Die Städte stellen den Raum für Chancen und Risiken dar, je nach Stadtteil. Es entstehen räumliche Differenzierungen (Segregation) nach gleicher sozialer Stellung, gleicher Ethnie, gleicher sexueller Präferenzen etc.

Unter dem Begriff Gentrifizierung, wird die Aufwertung städtischer Arbeiterwohngebiete durch Zuzug mittelständischer Milieus bezeichnet, meistens sind es Studierende, Künstler oder andere Gruppen, jedoch hat die Aufwertung (Beliebtheit) des Viertels folgen für die ursprünglichen Bewohner, wenn die Mieten unbezahlbar werden. Wie das Beispiele Gentrifizierung zeigt, ist das Ziel soziologischer Forschung die wechselseitige Wirkung von Gesellschaftsverhältnissen und Raum zu untersuchen.(Desiree Beit-Yaghoub)


Schlagworte: (Groß-)Stadt, Stadtteil, Dorf, ländlicher Raum, Gentrifizierung

Techniksoziologie 16

Die Techniksoziologie befasst sich mit der wechselseitigen Beziehung von Technik und Gesellschaft. Sie geht sowohl davon aus, dass gesellschaftliche Bedürfnisse die Entwicklung von Technik voran treibt (z. B. alternative Energiegewinnung) als auch das neu entwickelte Technik durch ihre bloße Verfügbarkeit innerhalb der Gesellschaft ein Bedürfnis weckt sie zu nutzen (z. B. Gentechnik). Technik ist dabei nicht einzig im Sinne von z. B. Elektrogeräten zu verstehen, sondern auch im Sinne von Großtechnologien, Infrastruktur und Verfahren.

Techniksoziologie beschäftigt sich auch mit Technikfolgenabschätzung, also den Chancen und Risiken die neu entwickelte Technik mit sich bringen kann. Beispielsweise wird bei der Atomkraft die Energiegewinnung versus Gefahr von Kraftwerksunfällen und strahlendem Müll abgewogen.

Techniksoziologie interessiert sich nicht für die technischen Errungenschaften (z. B. dem Auto) an sich oder bewertet Sinn oder Unsinn von technischen Neuerungen. Sie nimmt die Auswirkungen die diese auf das menschliche Miteinander haben, also auf die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen, in den Blick. Techniksoziologie untersucht z. B. die Auswirkungen die die Einführung einer Technik in der Arbeitswelt hat bei der Minderung von Risiken der Arbeiterinnen und Arbeiter aber auch dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Maschinen die diese Arbeiten übernehmen. Sie analysiert beispielsweise auch, welche Vorteile der Einsatz von Technik bei der Ersetzung monotoner oder körperlich anstrengender Arbeitsprozesse bringt, die anwachsenden Kommunikationsmöglichkeiten durch neue Mobilfunktechnologien, oder den Mobilitätgewinn von Menschen und Gütern aller Art durch Technik. Jedoch betrachtet Techniksoziologie auch die Nachteile, wie die zunehmende Ausbeutung der Natur und die Probleme die durch Umweltverschmutzung entstehen, und die ihrerseits Einfluss auf das soziale Miteinander und auf die Gesellschaft als Ganzes haben.(Julian Heyde)


Schlagworte: Maschinen, Technikfolgenabschätzung, Technisierung, Technologie

Umweltsoziologie (inkl. Land- und Agrarsoziologie) 17

Die Umweltsoziologie als Teilgebiet der Soziologie fragt nach dem Verhältnis zwischen der Gesellschaft und der Umwelt beziehungsweise der Natur. Die beiden Begriffe unterscheiden sich darin, dass sich Umwelt auch zum Beispiel auf die Stadt bezieht, in der wir leben und damit nicht wie mit der Natur der Lebensraum von Tieren und Pflanzen gemeint ist. Schon in den Anfängen der Entwicklung dieser Soziologie wurde gefordert, dass die Beziehung zwischen Mensch und ökologischem System bewusster betrachtet werden müsse, da in der Natur tausende Lebewesen existieren, worunter der Mensch nur eines sei.

Die Umweltsoziologie sieht drei mögliche Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Erstens die Vorstellung, dass der Mensch durch die Bedingungen der Natur bestimmt werde. Zweitens könne auch davon ausgegangen werden, dass nicht die Natur den Menschen, sondern der Mensch und die gesellschaftlichen Entwicklungen die Natur beeinflussen. Und drittens könnten Mensch und Natur sich gegenseitig beeinflussen. Ein theoretisches Konstrukt bei der Untersuchung des Zusammenhangs von Mensch und Natur ist die sogenannte Akteur-Netzwerk-Theorie nach Bruno Latour, die die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur beschreibt, den Menschen allerdings nicht über die Natur stellt, sondern beides als gleichwertig betrachtet.

Ein weiteres Beispiel aus diesem Teilbereich der Soziologie ist die Bedrohung, die die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts für die Natur darstellt, z.B. durch den Klimawandel, den die Gesellschaft durch ihr Verhalten mit verursacht hat. Gegenwärtig geht die Entwicklung in der Umweltsoziologie immer mehr dahin, den Menschen aber nicht mehr als grundsätzliches Problem zu betrachten, sondern eher den Fokus daraufzulegen, herauszufinden wie eine bessere Anpassung der Gesellschaft an die Natur funktionieren könnte. Beispiele für solch eine Anpassung bietet die Land- und Agrarsoziologie. Diese untersucht, welche Auswirkungen es hat, wenn mehr Flächen für die Landwirtschaft geschaffen werden, um mehr Rohstoffe für die Energiegewinnung anbauen zu können. (Nina Goßmann)


Schlagwörter: Umweltbewusstsein; Natur; Klimawandel; Ökologie; Akteur-Netzwerk-Theorie

Wirtschaftssoziologie 18

Die Soziologie analysiert die Ökonomie immer in den gesamtgesellschaftlichen Kontexten, d. h. hier wird das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Genauer bedeutet es, dass das ökonomische Handeln nicht unabhängig von politischen, rechtlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen betrachtet werden kann, z. B. wie Beziehungen von Individuen und Organisationen verflochten sind und funktionieren, und wie Macht- und Herrschaftsverhältnisse wirken. Dabei betrachtet die Wirtschaftssoziologie die ökonomischen Bereiche, wie Marktmechanismen, Nutzenkalkulation und Unternehmen, als sozial hergestellte Realitäten und Institutionen.

Die Wirtschaftssoziologie verfolgt das Ziel Zeitdiagnosen über Entwicklungsveränderungen zu erstellen. Hier wird nicht nur analysiert wie sich der Kapitalismus verändert, sondern auch der globale Standortwettbewerb, die Verwendung von Technologien und die sozialen Netzwerke. Andere Untersuchungsaspekte sind z. B. die Veränderungen von Lebenszyklen (Gentechnologie), Familienstrukturen, Biographien, Zeitrhythmen des Alltags (Arbeitszeit, Freizeit), Architektur und Raumplanung. Es wird angestrebt herauszufinden, welche Konsequenzen diese Veränderungen und Anforderungen auf die Bevölkerung haben. Wer wird ausgeschlossen wer inkludiert? Auch die Spielregeln wie das Geld gebraucht wird oder die Marktstabilität ist von Bedeutung.

Die Ökonomie wird in der Soziologie u. a. von Niklas Luhmann als ein Kommunikationsprozess erklärt, z. B. für Kooperationen und Vertrauenserzeugung. Luhmann unterteilt die Gesellschaft in verschiedene Teilsysteme, z. B. Wirtschaft, Politik, Bildung, Kunst etc., welche als eigenständige Einheiten analysiert werden, die eigene Kommunikationsregeln befolgen und ihre Funktion zu bewahren suchen. Luhmann´s Gesellschaftstheorie hilft bei der Erklärung, wie das Wirtschaftssystem sich ausdifferenziert, verselbständigt und rückwirkt auf die Gesellschaft und andere Teilsysteme. Ein gegenwärtiges Beispiel wäre die Ausartung und Verselbständigung des Bankensystems, und die politische Regulierung (Kommunikation unter den Teilsystemen Wirtschaft und Politik). Es wird angestrebt durch Kommunikation ein allseits akzeptabler Umgang mit Knappheit zu gewährleisten.

Ein Forschungsfeld der Wirtschaftssoziologie ist die Konsumsoziologie, die das Verhältnis von bestimmten Gesellschaftsformen und sie erzeugende Charaktertypen untersucht. Ein Charaktertyp wäre z. B. der außengeleiteter Charakter „other-directet character“, dieser beobachtet was andere für richtig halten und wie sie handeln. Die Anerkennung der Anderen und daran gekoppeltes Konsumverhalten spielt für den außengeleiten Charakter eine wichtige Rolle für die eigene Orientierung und Selbstdarstellung. Die soziale Wohlstandsverbesserung hat die Konsumforschung erweitert (z. B. Luxuskonsumforschung, Konsumästhetik, Stilforschung). Gerhard Schulze spricht von der Erlebnisgesellschaft. Das Forschungsziel von Konsumsoziologie richtet sich danach, wie die Gesellschaftsform und die Art zu konsumieren, sich gegenseitig erweitern oder verändern; denn durch die öglichkeit des Konsums eröffnen sich neue Kommunikationswege und Lebensarten. Neuere Forschungen untersuchen auch das Konsumverhalten im Internet (Netnographie) und die gerechte Art der Entsorgung von Massenkonsumgütern. (Desiree Beit-Yaghoub)


Schlagworte: Markt, Wettbewerb, Nutzen, Luxus, Massenkonsum

Wissenschaftssoziologie 19

Die Wissenschaftssoziologie beschäftigt sich mit der sozialen und epistemischen Ordnung von Wissenschaft, von unterschiedlichen Disziplinen (z. B. Soziologie, Biologie etc.) und von Forschung. Wissenschaftssoziologie untersucht auch die Verbindungen zwischen Gesellschaft und Wissenschaft als getrennten Ordnungsebenen. Die zentrale Fragestellung hierbei ist, wie die Produktion, Verbreitung und Geltung des gesicherten Wissens in der Gesellschaft möglich ist. Der Gegenstand Wissenschaft ist insofern ein wichtiges Feld, weil viele gesellschaftliche Bereiche, wie Politik, Wirtschaft und Erziehung hohe Ansprüche und Erwartungen an Wissenschaft und deren Lösungsvorschläge (z. B. Technologien) haben.

In der Entwicklung der Wissenschaftssoziologie kristallisieren sich vier Bereiche heraus. Erstens die gesellschaftlichen Bedingungen von Wissenschaft als Institution, zweitens wird die Wissenschaft und ihr spezifisches Wissen analysiert, drittens wird untersucht, wie sich die Wissenschaft in Interaktion mit anderen gesellschaftlichen Bereichen verhält, und viertens wird untersucht, wie die Gesellschaft mit der Wissenschaft interagiert. Beispielhaft erläutert kann wissenschaftssoziologische Forschung am Zusammenspiel von Politik und Wissenschaft. Die Politik setzt die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft, z. B. durch die grundgesetzliche Verankerung der Freiheit von Forschung und Lehre, und finanziert aus Steuereinnahmen einen Großteil der Forschung in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z. B. Max-Planck-Institute). Dadurch hat Politik einen potentiell starken Einfluss auf die Wissenschaft und ihre Forschungsthemen. Einerseits sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf das Geld und die Rahmenbedingungen angewiesen. Andererseits orientieren sie sich an ihrer wissenschaftlichen Gemeinschaft und ihrer Disziplin, welche die Anerkennung der Forschungsleistungen und Karriere regelt. Folglich besteht ein Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, welches vielfältige soziologische Untersuchungen erlaubt, z. B. zur Steuerung von Wissenschaft über Geld, Förderpolitik, wissenschaftlicher Nachwuchs etc.

Themen der Wissenschaftssoziologie sind z. B. Bionik ein Bereich der Technoscienes. Dort werden Phänomene der Natur auf die Technik übertragen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist Leonardo da Vinci, der die Idee hatte, die Technik des Vogelflugs auf Maschinen zu übertragen. Weitere aktuelle Themen sind die Klimadebatte oder die Genese von neuem Wissen wie des Higgs-Bosons durch das europäische Kernforschungszentrum CERN. Des Weiteren beschäftigt sich die Wissenschaftssoziologie mit wissenschaftlichem Fehlverhalten, wie zum Beispiel im Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan, die des Plagiats in ihren Doktorarbeiten überführt wurden. (Johanna Meemann)


Schlagworte: Wissenschaft, Hochschule, Forschungsinstitute, Forschung

Wissenssoziologie 20

Die Wissenssoziologie setzt sich mit sozialen Prozessen auseinander, in denen Wissen in der Gesellschaft, in sozialen Gruppen und Gemeinschaften generiert, verbreitet und bewahrt wird. Der Erkenntnisvorgang und die Inhalte des Wissens werden in der Wissenssoziologie durch soziale Kontexte geprägt, d. h. Wissen ist demnach nicht im Individuum verankert, sondern sozial bedingt. Es wird das Ziel verfolgt, die sozialen Bedingungen und Bedingtheiten des Wissens zu analysieren.

Die Wissenssoziologie lässt sich aufteilen in die Vorläufer, die Klassischen Ansätze der modernen Wissenssoziologie und die neueren Ansätze der Wissenssoziologie. Ein Vorläufer ist z. B. Francis Bacon, der den Ideologiebegriff prägte. Für den klassischen Ansatz steht z. B. Scheller, der sich in seinen Werken mit der Analyse des Zusammenhangs sozialer Gruppen und Institutionen sowie der Frage nach den verschiedenen Formen des Wissens beschäftigt. Hier sind drei Formen des Wissens relevant: Religion, Metaphysik und Wissenschaft. Die neueren Ansätze der Wissenssoziologie hingegen beschäftigen sich mit allem, was in einer Gesellschaft als Wissen gilt, erforschen die gesellschaftlichen Wissensbestände, die Alltagswissen ausmachen. Hier wäre z. B. der Beitrag „die Gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ von Berger und Luckmann aufzuführen.

Beispiele für Themen der Wissenssoziologie sind soziale und kulturelle Voraussetzungen zur Teilhabe an Wissen, z. B. der Einfluss des Einkommens und dem Bildungsstand der Eltern auf die Bildungsabschlüsse oder die Bedeutung von für eine erfolgreiche Teilhabe an der Wissensgesellschaft, in der z. B. immer mehr wissensbasierte Berufe auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen sind. Die Wissensgesellschaft bietet als gesellschaftliche Gegenwartsdiagnose einen Ansatzpunkt zur Analyse der Gesellschaft in der Wissenschaftssoziologie. (Maria Kuznetsova)


Schlagworte: Wissen, Wissensgesellschaft, Informationsverbreitung




Literatur



Arbeits-, Berufs-, und Professionssoziologie:


Pfadenhauer, Michaela und Sander Tobias (2010): Professionssoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften , S. 361-378.

Schmeiser, Martin (2006): Soziologische Ansätze der Analyse von Professionen, der Professionalisierung und des professionellen Handelns. Soziale Welt. Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis, 7(3), S. 295-318.

Schmiede, Rudi und Schilcher, Christian (2010): Arbeits- und Industriesoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 11-36

Bevölkerungs- und Migrationssoziologie (einschl. ethnische Minderheiten, Demographie):


Schröder, Torsten und Michael Feldhaus (2010): Bevölkerungssoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 51-65.

Pries, Ludger (2010): Soziologie der Migration. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 475-490.

Bildungs- und Erziehungssoziologie:


Kahlert, Heike (2010): Bildungs- und Erziehungssoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 67-84.

Für weitere Literatur zu Bildungs- und Erziehungssoziologie siehe: http://www.bildungssoziologie.de/Leseliste.html

Entwicklungssoziologie und Sozialanthropologie:


Schrader, Heiko (2010): Entwicklungssoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105-122.

Institut für Sozial- und Kulturanthropologie Universität Wien, http://ksa.univie.ac.at/ (letzter Aufruf 22.06.2014)

Geschlechtersoziologie:


Meuser, Michael (2010): Geschlechtersoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 145-162.

Kultursoziologie:


Bourdieu, Pierre. (2012 [1979]): Entwurf einer Theorie der Praxis (auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft). 3. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Schroer, Markus (2010): Kultursoziologie, in: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 197-219.

Medien- und Kommunikationssoziologie:


Graumann, Sigrid und Lindemann, Gesa (2010): Medizinsoziologie In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 295-208.

Hillmann, Karl-Heinz, (2007): Wörterbuch der Soziologie. 5. Auflage. Stuttgart: Kröner.

Medizin- und Gesundheitssoziologie:


Hurrelmann, Klaus und Richter, Matthias (2013): Gesundheits- und Medizinsoziologie. Eine Einführung in Medizinwissenschaftliche Gesundheitsforschung. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

Hillmann, Karl-Heinz (2007): Wörterbuch der Soziologie. Stuttgart: Kröner.

Graumann, Sigrid und Lindemann, Gesa: Medizinsoziologie. In: Kneer, Georg und Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 295-307.

Organisationssoziologie:


Tacke, Veronika (2010): Organisationssoziologie, in: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 341-359.

Rechtssoziologie:


Machura, Stefan (2010): Rechtssoziologie In: Kneer, Georg und Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 379-393.

Religionssoziologie:


Gebhardt, Winfried (2010): Religionssoziologie: Kneer, Georg und Markus Schroer (Hg.): Handbuch spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 393-404.

Soziologie der Familie, des Lebensalters und des Lebenslaufs:


Bude, Heinz (2010): Soziologie der Generationen. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 421-436.

Bühler-Niederberger, Doris (2010): Soziologie der Kindheit. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 437-456.

Burkart, Günter (2010): Familiensoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 123-144.

Feldmann Klaus (2010): Soziologie des Sterbens und des Todes (Thanatosoziologie). In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 569-586.

Grundmann, Matthias (2010): Soziologie der Sozialisation. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 539-554.

Hoffmann, Dagmar und Mansel, Jürgen (2010): Jugendsoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 163-178

Soziologie des Körpers des Sports und der Freizeit:


Bette, K.-H. (2010): Sportsoziologie. In Kneer, Georg und Markus Schroer (Hg.): Handbuch spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 587-604.

Klein, G. (2010): Soziologie des Körpers. In Kneer, Georg und Markus Schroer (Hg.): Handbuch spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 457-474.

Prahl, H.-W. (2010): Soziologie der Freizeit. In Kneer, Georg und Markus Schroer (Hg.): Handbuch spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 405-420.

Soziologie der Politik:


Collmer, Sabine (2010): Militärsoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 309-324.

Lessenich, Stephan (2010: Soziologie der Sozialpolitik. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 555-568.

Trotha, Trutz von (2010): Soziologie der Politik: Akteure, Konflikte, Prozesse. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 491-508.

Stadt-, Regional- und Raumsoziologie:


Löw, Martina (2010): Stadt- und Raumsoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 605-622.

Techniksoziologie:


Häußling, Roger (2010): Techniksoziologie. In: Kneer, Georg und Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 623-642.

Hillmann, Karl-Heinz (2007): Wörterbuch der Soziologie. Stuttgart: Kröner.

Weyer, Johannes (2008): Techniksoziologie. Genese, Gestaltung und Steuerung sozio-technischer Systeme. Weinheim und München: Juventa.

Umweltsoziologie:


Groß, Matthias (2010): Umweltsoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 645-661.

Neu, Claudia (2010): Land- und Agrarsoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 243-261.

Wirtschaftssoziologie:


Lamla, Jörn (2010): Wirtschaftssoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 663-684.

Hellmann, Kai-Uwe (2010): Konsumsoziologie. In: Georg Kneer und Markus Schroer (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 179-195

Wissenschaftssoziologie:


Bauer, Nina (2006): Wissenschaftsforschung. In: Smilla Ebeling und Sigrid Schmitz (Hg:): Geschlechterforschung und Naturwissenschaften Einführung in ein komplexes Wechselspiel. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 247-280.

Kaiser, Mario und Sabine Maasen (2010): Wissenschaftssoziologie. In: Kneer, Georg; Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 685-705.

Wissenssoziologie:


Kneer, Georg (2010): Wissenssoziologie. In: Kneer, Georg und Schroer, Markus (Hg.): Handbuch Spezielle Soziologien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 707-723.

Für weitere Literatur zu Wissenssoziologie siehe: http://www.wissenssoziologie.de/leseliste