Aufbau Soziologiestudium

Der Aufbau des Bachelorstudiums ist an jeder Universität etwas anders. Im Kern besteht ein Soziologiestudium aus vier Teilen bzw. Modulen:

  • Einführungs-, Basis- oder Grundlagenmodul: Im ersten Teil des Studiums werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und Studierende erhalten einen Überblick zu soziologischen Theorien und Methoden der empirischen Sozialforschung. Ergänzend können Seminare zu soziologischen Teilbereichen oder Themen besucht werden.
  • Aufbaumodul: Im zweiten Studienteil werden in Seminaren und Vorlesungen anhand von Themen (z. B. Bildungschancen und soziale Ungleichheit) soziologische Theorien vertieft. In der Methodenausbildung steht in der quantitativen Sozialforschung z. B. Fragebogenkonstruktion und die Arbeit mit Statistiksoftware im Curriculum. Bei den qualitativen Methoden werden z. B. Interviewleitfäden gestaltet und Interpretationen von Interviews geübt. Je nach Studienort haben Studierende entweder im Aufbau- oder im Vertiefungsmodul die Möglichkeit erste eigene empirische Untersuchungen durchzuführen; selbstverständlich angeleitet durch Lehrpersonal.
  • Spezialisierungs- oder Vertiefungsmodul: der dritte Teil bietet Studierenden die Möglichkeit sich in einigen wenigen soziologischen Teilbereichen oder Themen etwas zu spezialisieren. Doch neben dem Ausbau von Wissen zu bestimmten Soziologien und Themen sollte die Chance genutzt werden weitere Soziologien und Themen kennen zu lernen. Die überwiegende Veranstaltungsform in diesem Teil des Soziologiestudiums ist das Seminar.
  • Abschlussmodul: Der letzte Teil des Bachelorstudiums besteht aus dem Verfassen der Bachelorarbeit, d. h. einer eigenständigen wissenschaftlichen Leistung. Je nach Interesse und Eignung können empirische und/oder theoretische Arbeiten verfasst werden.

Der Studienaufbau an manchen Universitäten folgt zwar grob der oben dargestellten Vierteilung, die Module heißen jedoch z. B. Grundlagen der Soziologie, Gesellschaftstheorien, Forschungsmethoden der Soziologie, soziologische Theorie sowie praxisorientierte und interdisziplinäre Aspekte der Soziologie.

Bei grob zwei von drei Bachelorstudiengängen der Soziologie ist ein durchschnittlich sechs- bis achtwöchiges Praktikum verpflichtend. Im Praktikum können (erste) Einblicke in den Arbeitsalltag gewonnen werden. Anhaltspunkte für geeignete Praktika finden Sie unter Berufsperspektiven im Menü.

An allen Universitäten werden Seminare zu (Schlüssel-)Qualifikationen bzw. Kompetenzen angeboten. Dabei wird unterschieden nach generischen Kompetenzen, z. B. Rhetorik, Präsentationen und Sprachen, und fachspezifischen Kompetenzen. Fachspezifische Kompetenzen von Soziologinnen und Soziologen sind z. B. der Umgang mit Auswertungssoftware und Evaluationskenntnisse.

Abschließend sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es kleinere und größere Unterschiede zwischen den Bachelorstudiengängen der Soziologie bzw. mit Soziologieanteil gibt. Die notwendigen Informationen (siehe Studieninformationen) bekommen Sie beim Soziologie-Institut oder der entsprechenden Universität.