Studienziele

Ein Soziologiestudium fördert bestimmtes Wissen und Können, welche allgemein bei einem Studium unabhängig vom Studienfach ausgebildet werden können. Aber es gibt auch soziologiespezifisches Wissen und Können. Das Soziologiestudium fördert insbesondere:

  • das selbstständiges Arbeiten,
  • die selbstständige Einarbeitung in soziologisch relevante Fragestellungen,
  • die Gestaltung eigener Untersuchungen, d. h. Übertragung von Problemstellungen in adäquate Forschungsfragen und die Festlegung eines Forschungsdesigns (relevante Vorüberlegungen zur Untersuchungsanordnung),
  • empirische Daten zu verstehen, zu erheben, auszuwerten und methodenkritisch zu reflektieren,
  • empirische Daten zu verstehen, zu erheben, auszuwerten und methodenkritisch zu reflektieren,
  • komplexe soziale Phänomene und andere soziale Sachverhalte zu verstehen,
  • das systematische Einarbeiten in und Verstehen von Fachliteratur,
  • die Anwendung von Software zur Unterstützung der Auswertung von qualitativen Daten (z. B. MAXQDA und MIA) und quantitativen Daten (z. B. SPSS und STATA),
  • das Verfassen von wissenschaftlichen Texten und Berichten,
  • das angeeignete Wissen weiterzugeben, d. h. erarbeitete Inhalte sprachlich, visuell (z. B. PowerPoint und PREZI) und schriftlich zu vermitteln.

Die Zusammenstellung der Studienziele basiert auf einer Sammlung von Qualifikationen, Wissen und Können auf Webseiten von Soziologie-Instituten. (Maria Kuznetsova)

In einem Studium soll allgemein eine große Bandbreite an Fähigkeiten bzw. Kompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen (das sind drei der gängigsten Begriffe an Universitäten) vermittelt werden. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die Fähigkeiten bzw. Kompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen nach einem Masterstudium stärker ausgeprägt sein sollten als nach einem Bachelorstudium – theoretisch. Die folgende Liste enthält eine nach Dimensionen gruppierte Auswahl von Fähigkeiten bzw. Kompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen:

Fachliche Kompetenzen

  • Wissenschaftliche Fachkompetenz
  • Fachkompetenz für Methoden (Evaluation etc.)
  • Forschungskompetenzen
  • Interdisziplinäre Kompetenzen
  • Allgemeine kognitive Kompetenzen

Systematisches/strategisches Denken und Handeln

  • Reflexionskompetenz/analytisches Denken
  • Komplexitätsbewältigung

Sozio-kommunikative Kompetenzen

  • Schreibkompetenz
  • Kommunikationskompetenz (auch nonverbal)
  • Moderations- und Präsentationskompetenz
  • Teamfähigkeit
  • Verhandlungskompetenz
  • Beratungskompetenz
  • Führungskompetenz
  • Delegationskompetenz

„Zusatz-“Qualifikationen

  • Medienkompetenz/Umgang mit EDV

Kompetenzen zur Selbstorganisation

  • Organisations-/Planungskompetenz
  • Zeitmanagement
  • Selbstbewusstsein
  • Belastbarkeit/Stressresistenz
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Zielstrebigkeit
  • Selbstmotivationskompetenz
  • Selbstständigkeit/Eigenverantwortung
  • Selbstreflexionskompetenz

Internationale Kompetenzen

  • Fremdsprache(n)
  • Interkulturelle Kompetenz


Literatur:

Schneijderberg, Christian und Hinzmann, Mandy (2013): Qualifikationen und Kompetenzen der Hochschulprofessionen. In: Schneijderberg, Christian, Merkator, Nadine, Teichler, Ulrich und Kehm, Barbara M. (Hg.): Verwaltung war gestern? Neue Hochschulprofessionen und die Gestaltung von Studium und Lehre. Frankfurt a.M. und New York: Campus Verlag, S. 121-162.